öhm ja Hintergrund
{I'll never be the same... if we ever meet again}

Grmpf. Gnürks. Der Tag heute begann wunderschön, wurde immer schlechter und ist jetzt auf ein halbwegs fröhliches Niveau angehoben worden. Nein, fröhlich ist mehr als eindeutig das falsche Wort. Es ist vielmehr so, dass ich jetzt gerade ziemlich neutral bin. Wenn man das so nennen kann.
Vielleicht sollte ich einfach mal von meinem Tag erzählen... nach zu wenig Schlaf wurde ich zwar ziemlich jäh aufgeweckt (ich sage nur ein Wort: Hund), mich empfing jedoch ein Paket. Ein - zugegebenermaßen ziemlich verspätetes - Weihnachtsgeschenk, um genau zu sein. Von Sarah.
Die hat heute Geburtstag und ich möchte nichts mehr als ihr hiermit, mit diesem kleinen Abschnitt, einen wunderschönen Geburtstag wünschen und mich bedanken für das Geschenk und vor allen Dingen für den Brief, der, selbst wenn er ziemlich überzeichnet (und witzig ;o) war, dennoch im Grunde die Tatsache widerspiegelt, dass wir beide sehr gute Freundinnen geworden sind, trotz kleinerer "Hindernisse" wie die der Entfernung und des eigentlich - für Teenagerverhältnisse - ziemlich großen Altersunterschieds. Danke, Sarah!
Ich glaube, ich muss demnächst mal eine kleine Rubrik aufmachen und jedem meiner tollen Freunde einen Text widmen Die haben es verdient...
Nun ja. Das war also der schöne Anfang des Tages. Und obwohl er auch schön weiterging - ich war mit meiner Schwester shoppen und essen - ging es mir dennoch rapid schlechter. Ich konnte förmlich spüren, wie jede Minute immer schwerer ging. Gott sei Dank weiß ich nach 2 Jahren mittlerweile, was man dagegen tun kann, habe also ruhig durchgeatmet, mich innerlich gesammelt und kontrolliert... und bin, als ich endlich wieder alleine war - ich konnte wirklich, wirklich keine Gesellschaft mehr ertragen - direkt duschen gegangen; das hilft mir immer, mich zu entspannen.
Einfach nur das Wasser auf die Haut prasseln lassen, so heiß duschen, dass alles beschlägt und von Dampf erfüllt wird... davon wurde mir dann allerdings irgendwann ziemlich schwindelig, und ich habe aufgehört und bin kurz auf dem Boden eingeschlafen... aber dafür geht es mir jetzt besser. Nicht gut, aber besser.
Und das ist wieder einmal ein Zeichen dafür, dass eben noch nicht alles in Ordnung ist. Und ich noch lange Zeit brauche, bis es das sein würde. Aber ich hoffe, dass es bald soweit sein wird. Es ist paradox, das zu sagen, aber ich freue mich auf morgen und habe gleichzeitig totale Angst davor. Derzeit überwiegt weder die Freude noch die Angst, sondern die Hoffnung. Die ich eigentlich nicht habe. Aber ich hoffe einfach, dass alles schon gut ausgehen wird. Nein, ich weiß, dass alles gut ausgehen wird. Ich habe sehr gute Freunde, die mich in allem unterstützen, und die mich auch als das akzeptieren, was ich bin. Und selbst wenn unser werter Praktiktant, der ab morgen meine Schule heimsucht, mich noch nicht lange kennt, habe ich trotzdem das Gefühl, dass er mich auch als das akzeptiert, was ich bin.
Und mehr kann ich derzeit einfach nicht verlangen...

1.2.10 18:47
 


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